Einträge mit dem Tag: Blogger


Was ist eigentlich Flattr?

GrafikFür manche ist es ein alter Hut, viele andere haben noch nie etwas davon gehört: Flattr ist ein Bezahlsystem (soziales Mikropayment), bei dem man mit einem Klick die Urheber von Blogbeiträgen, Fotos und anderen Beiträgen im Social Web finanziell unterstützen kann. Der Bezahldienst kommt aus Schweden und ging im Frühjahr 2010 an den Start. Flattr ist übrigens ein Kunstwort aus "to flatter" (schmeicheln) und Flatrate.

Mittwoch, 13. Februar 2013

Ich bin seit Juni 2010 dabei und verkündete das auch drüben im Autorenblog.

Wie funktioniert Flattr und weshalb sollte man da mitmachen?

Im Grunde ist das Prinzip recht simpel: Jeder Flattr-User zahlt einen monatlichen Betrag (Minimum 2,- Euro) auf sein Flattr-Konto und kann damit auf den Seiten, auf denen das System installiert wurde, bestimmten Beiträgen oder ganzen Blogs “schmeicheln”. Ein Klick - und schon wechseln ein paar Cent als Dankeschön für ein gelungenes Tutorial, für einen informativen Tweet, für einen spannenden Diskussionsanstoß im Blog oder ein witziges Instagram-Foto den Besitzer. Wenn man so will, ist Flattr ein Geld-Umverteil-Tool, und damit ein schöner Ansporn für alle Flattr-Benutzer, immer interessante Inhalte bereitzustellen. Und auf den Content kommt es ja bekanntlich an im Netz.

Wie viele Cent verteilt werden, hängt davon ab, wie viele Beiträge ich für wert befinde, dass sie unterstützt werden. Wenn ich mit den 2,- Euro Monatsminimum dabei bin und im gesamten Monat nur auf einen einzigen Flattr-Button klicke, bekommt der so beschmeichelte Urheber die kompletten 2,- Euro. Beglücke ich 10 Beiträge mit einem Klick, bekommt jeder 20 Cent. Irgendwo geht auch noch eine Gebühr ab, aber so lässt es sich einfacher erklären. Also eigentlich wirklich simpel. Aber es müssen auch genügend Leute mitmachen, damit es sich lohnt.

Hier gibt es auch noch ein Video dazu:

 

Flattr in der Flaute

Irgendwann Anfang 2011 hatte ich mit dem Flattrn wieder aufgehört, weil es auch bei mir mit dem Bloggen nicht so lief und ich auch nicht so viele Seiten mit Flattr-Buttons fand. Und etwa zeitgleich hörte ich, dass auch andere User unzufrieden waren, da der Bezahldienst offenbar insgesamt zu wenige Nutzer hatte. Ich entfernte die Buttons, weil ich dachte, wenn ich nicht mehr flattre, kann ich auch nicht “beflattrt” werden. Dass das nur bedingt stimmt, habe ich heute bemerkt, denn ich habe sehr wohl Klicks bekommen (und zwar auf Twitter und Instagram - Seiten die mit zum Flattr-Pool gehören und von denen man profitieren kann, wenn man sie in seinem Profil verknüpft). Ausgezahlt werden kann es allerdings erst wieder, wenn ich selber wieder etwas einzahle und damit erneut aktiv am Geldverschieben teilnehme.

Geld stinkt nicht, auch nicht beim Bloggen

Heute also habe ich meinen Account reaktiviert und neu eigezahlt. Wieso? Weil ich gemerkt habe, dass sich die Blogger langsam (gaaaanz laaaaangsam, wir sind ja hier schließlich in Deutschland, dem Land der Veränderungs-Hasser) daran gewöhnen, dass es keine Schande ist, wenn man für die viele Zeit, die man in die - mitunter täglichen - Blogbeiträge investiert, durchaus auch mal Geld annimmt. Immerhin gilt es die Domain und die Serverkosten zu bezahlen und man kann für ein anständiges CMS, Blogdesign, Fotolizenzen, etc. auch durchaus höhere Kosten haben. Ich finde es absolut legitim einen Weg zu suchen, diese Kosten zumindest zu einem Bruchteil wieder einzuspielen. Immerhin bieten Blogger dem Leser Informationen und / oder wertvolle Denkanstöße. Manchmal bieten sie auch einfach nur Spaß, aber auch das ist oftmals honorierenswert, falls es dieses Wort denn gibt.

Ich werde nie verstehen, weshalb alle Welt davon ausgeht, dass es irgendwie anrüchig sei für Arbeit Geld zu nehmen, bloß weil sie zufällig auch noch Spaß macht. Siehe: Autoren, Musiker, Künstler.

Aber, wie gesagt, langsam können sich auch Netznutzer vorstellen, dass man jemandem für die Mühe auch mal etwas gönnen kann. Sei es ein Klick auf einen Amazon-Link in einem Blog, wenn man doch ohnehin bei Amazon etwas kaufen wollte oder sei es eben, indem man ihm mit ein paar Flattr-Cent für einen schönen Beitrag dankt. Und Blogger können sich inzwischen vorstellen, mit dem Bloggen sogar richtig Geld zu verdienen. Und plötzlich werden auch die Flattr-Buttons auf den Seiten mehr. Neben vielen tollen Infos taucht die grüne Schaltfläche auf, und heute dachte ich, ok, Flattr ist also doch nicht tot. Also mache ich wieder mit, weil ich in letzter Zeit so viel wertvollen Content von meinen Bloggerkollegen gefunden habe, der es wert ist, entsprechend gewürdigt zu werden.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Beitrag eine Teilnahme schmackhaft machen oder wenigstens ein bisschen Klarheit zum Thema Flattr verschaffen.

Und wenn es euch gefallen hat, freue ich mich auch über einen Klick auf den Flattr-Button unter diesem Beitrag ... ;-)

Liebe Grüße

Grafik

Update:
Mela merkte noch an, dass man beim flattrn von Tweets nicht jedes Mal umständlich zur flattr-Seite wechseln muss, wenn man SuperFav nutzt.


Flattr this

Social Media zurück in die Blogs tragen

Dieses Blog brilliert nun nicht gerade mit hoher Postingfrequenz, was u.a.daran liegt, dass ich noch zwei andere Blogs betreibe. Aber vom Thema her ist es am besten dazu geeignet, die Diskussion zur Rückeroberung des Webs aus Johnny Häuslers Spreeblickblog weiterzuführen.

Montag, 31. Dezember 2012

Es stimmt, “das Internet” ist für viele Späteinsteiger oder auch für die so genannten Digital Natives oftmals gleichbedeutend mit Facebook. Darüber hinaus findet wenig statt. Google manchmal (nachdem ich mit gerunzelter Stirn frage, wieso mein Gegenüber denn nicht googelt, wenn es was wissen will, was keiner der anwesenden weiß; von alleine kommen viele Mitmenschen da nicht mal drauf), amazon manchmal oder ebay. Blogs? “Ach, dieses Zeug lese ich nicht. Wen interessieren denn schon die Tagebücher anderer Leute?” *nerv*
Wobei, das sind die Fortgeschrittenen. Etliche meiner RL-Dinosaurier sondern ein “Hä?” ab, wenn ich vom Bloggen rede. Als wären Blogs eine neue Erfindung.

Ich weise auch immer mal darauf hin, dass Fotos / Beiträge bei Facebook, Twitter, Instagram, etc. auf jeden Fall noch woanders aufbewahrt werden sollten, wenn sie einem wichtig sind. Weil solche Dienste auch mal abgeschaltet werden können. Ich blicke dann oft in sehr ausdruckslose Gesichter.

Mein Autorenblog hat im September 2012 10jähriges Bestehen gefeiert. Meine erste eigene Homepage, selbst mit HTML gestrickt, habe ich 1998 verbrochen. Ich twittere als @writingwoman seit April 2007. Wenn ich in meinem Blog etwas suche, gebe ich eine Wortkombination ins Suchfeld ein und voilá - das Gesuchte ist garantiert bei den Treffern. Aber wehe, ich suche mal einen Tweet! Darüber kann ich glatt im Zeitraffer altern. Facebook ist auch nicht wesentlich besser.

Wenn ich also etwas Interessantes bewahren will, kommt es in eines meiner Blogs. Wenn ich den Permalink dann über Social Networks oder bestimmte Communities verbreite, geht das von Johnny angesprochene Zerfasern der Diskussion los. Kaum Blogkommentare, aber diverser Senf auf Google+, Twitter oder Facebook. Wenn ich alles beachten und beantworten möchte, bin ich gut beschäftigt ;-) Ich überlege schon, jeweils “Diskussion bitte im Blog” dazuzuschreiben, aber v.a. bei Twitter wird das schwierig.

Vermutlich wird es weiterhin klar abgegrenzte Social Networks geben, wie auch immer sie heißen werden und ob sie unsere gesammelten Beiträge beim Scheitern mit in den Abgrund reißen oder alles auf dem jeweiligen Networkfriedhof für die Ewigkeit mehr oder weniger auffindbar im Netz herumoxidieren wird. Aber ein selbst gehostetes Blog kann dies alles bewahren. Ich überlege, einfach auch mal wieder kurze Dinge zu bloggen, Ein kommentierter Link, den ich sonst (nur) auf Twitter posten würde. Oder eine Aldi-Rentner-Episode, die ich in letzter Zeit eher auf Facebook geschrieben hätte.

Ein anderer Ansatz wäre, eine Essenz aus Social-Media-Einträgen jeweils zusammengefasst zu bloggen. Z.B., was zwischen den Jahren so los war. Oder alles was an Tweets und Instagramfotos bei der nächsten re:publica so anfallen wird. Natürlich ist das auch aufwändig, aber so kann man die abgegrenzten Bereiche des Webs wieder zusammenfassen bzw. Grenzen überbrücken und Ereignisse auch nach Jahren noch auffindbar machen. Auf jeden Fall war es für mich mie eine Option das Bloggen zugunsten von Social Media aufzugeben. Und wie die Resonanz auf Spreeblick zeigt, bin ich damit nicht alleine.

Pause, ups!

Ja, so weit kam ich am 31.12.2012 und wollte noch weiterschreiben, wurde aber unterbrochen (immerhin waren wir bei lieben Freunden zu Besuch, da kann ich mich nicht komplett im Blog verstecken) und danach war ich erstmal ausführlich krank. Und ich wollte doch unbedingt noch das folgende Thema in diesem Beitrag unterbringen, nämlich die

Bessere Vernetzung

der Blogger untereinander. Weil die nämlich in Deutschland so gut wie nicht stattfindet. Ich habe schon mehr als einmal über den deutschen Linkgeiz lamentiert, aber man kann es gar nicht oft genug sagen: Das Internet lebt vom Verlinken. Dafür wurde es erschaffen.

Wenn ich mir deutschsprachige Blogs anschaue, bekomme ich jedoch den Eindruck, einige (viele) Blogger leben auf einer einsamen Insel ohne Kontakt zur Außenwelt. Ganz so als würde ein Link zu einem spannenden Artikel bedeuten, dass die Leser das andere Blog dann viel lieber lesen würden als das eigene, besonders wenn es sich um dasselbe Interessengebiet handelt. Aber so ist es halt, denn die Vorlieben sind unterschiedlich. Und wenn das eigene Blog eine einzigartige Stimme hat, wird es immer Leute geben, die Stammleser werden, ebenso wie es Leser geben wird, denen es nicht gefällt und die lieber woanders über das jeweilige Thema lesen.

Das ist in anderen Bereichen des Lebens doch auch völlig normal. Autoren, Musiker - sie alle kämpfen um die Aufmerksamkeit der Masse. Die bekommt man durch Einzigartigkeit, Beständigkeit - manchmal auch durch einen Hit. Aber man kann auch zusammenarbeiten. Nicht umsonst sind unter Musikern Features so beliebt. Denn wer auf der CD eines anderen Künstlers mitsingen darf, rückt auch in den Fokus von dessen Publikum.

Natürlich kann es passieren, dass einzelne Fans abwandern. Viel wahrscheinlicher ist es aber, dass sich die Fans dann eben beide Musiker anhören und eren CDs kaufen. Natürlich sind Geld und Zeit begrenzt, aber man kann Aufmerksamkeit auch unterschiedlich dosieren. Mal hört man Musik eines bestimmten Musikers und liest einen bestimmten Blogger, mal ist ganz etwas anderes dran. Und wer es am besten schafft die Aufmerksamkeit der Konsumenten auf sich zu ziehen, wird eben häufiger gehört oder gelesen. Daran ist absolut nichts auszusetzen, finde ich. Man hat Stammleser, Gelegenheitsleser und Zufälligvorbeikommer, die nie wieder auftauchen.

In den USA sind Kollaborationen von Bloggern und großzügige Verlinkung an der Tagesordnung. Ich wünsche mich das für D, A, CH auch. Und zwar nicht unter dem “Linktausch”-Mäntelchen (solche Mails fluten meine Mailbox und nerven wirklich), sondern weil mir ein Beitrag oder ein gesamtes Blog gut gefällt und ich mich selbst dazu entschließe einen Link dorthin zu setzen. Oder wenn ich gemeinsam mit anderen Bloggern an einer Veranstaltung teilgenommen habe und darüber berichte. Dann verlinke ich alle Beteiligten, wie z.B. bei einem Gartenbloggerevent im November, wo sogar über ein Projekt gesprochen wurde, das wir gemeinsam realisieren wollten. Leider war ich fast die einzige, die das so gehandhabt hat, und das macht mich ein bisschen traurig. Aber ich mache weiter so und gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich auch in deutschen Bloggerhirnen eines Tages ein Wandel vollziehen wird.

Alles Liebe

Grafik

Flattr this Mit flattr mal für Treffpunkt Twitter spenden, als kleines Dankeschön für die Inhalte.
Wie es geht, steht hier.

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